Spielberichte der 3. Herren – 1. Kreisklasse


Sieg gegen (GAME)OVERberge

Aus einer stabilen Abwehr heraus dirigierte die vom Schiedsrichter Gespann (N.N. + N.N.)als VFL Allstarteam vorgestellte Truppe von Beginn an das Spielgeschehen. Doch auch die zweite Mannschaft aus (GAME)OVERberge wusste, teils mit übermäßiger Härte, in der Abwehr zu überzeugen. Mehrfach wurde das Spielfeld zu einem Tatort, wenn wieder ein Gewaltverbrechen an einem unserer Spieler verübt wurde. Nichtsdestotrotz kamen die Ganoven aus Overberge das ein ums andere Mal ungeschoren davon. So überraschte es das geschulte Auge nicht, dass sich in dieser heroischen Abwehrschlacht selten einzelne Mannen bis zum Tor vorarbeiten konnten. So stand es in der 14. Minute folgerichtig 1:6 aus Sicht der Schurken. Schon zu diesem Zeitpunkt lies sich erahnen, dass der ausgebuffte Klüngel von Interimsheadcouch Pierre van de Mölle voll auf geht: Zur Verwirrung der Gegner wurden im Handball4all Spielbericht alle Streiter ohne Namen eingetragen – maximaler Datenschutz! 

So war es für den Gegner nicht nachzuvollziehen, dass der schnelle Magnus bereits 3 von 6 Toren erzielt hat und seine Serie ausbauen sollte. Doch nach dieser ersten Viertelstunde, machte sich das bemerkbar, was alle seit Wochen fühlen: Carsti fehlt. (Wir lieben Carsti) Ein Fels in der Brandung. Ein Turm im Abwehrzentrum. Eine Stütze der Mannschaft. Ein Mann mit wenigen Gelenken.
Diese sich andeutende Schwächephase nahm der Kontrahent aus Overberge wahr und versuchte das Momentum auf die eigene Seite zu ziehen. Doch nicht mit der Mannschaft vom VFL! Nicht mit Christian Schnabel! Er setzte alles daran, die Torwand in eine baufällige Ruine zu verwandeln! Selten war ein Ball im Tor, doch das machte nichts – Magnus traf ja! Der Mut ist wiedergekehrt und so hatte der anonym agierende, schnelle Magnus weiter Spielraum, um seine beeindruckende Serie auszubauen!Mit einer Drei Tore Führung rettete sich die glorreiche Truppe schließlich abgekämpft in die Halbzeit.
Mit emotionalen Worten peitschte Headcouch van de Mölle die Mannschaft wieder auf. Er wollte mehr Präsenz auf dem Feld, mehr Raffinesse und mehr Konzeption – und er bekam all das! Der eingelaufene Hagenkötter schoss einen Protonenstrahl aus dem Lauf mit einer derart heftigen Wucht ab, dass sich der Torhüter heute noch dreht. Christian Schnabel erhielt neue Energie, konnte damit aber nichts anfangen. Benjamin ‚Das Skalpell‘ Stahl nutzte seinen messerscharfen Handballsinn und riegelte zur Überraschung aller hinten die komplette Abwehr ab. Entsprechend setzte man sich im Verlauf der 2. Hälfte mit 6 Toren auf 21:15 aus VFLer Sicht ab. Der Vorsprung wurde dann bis zum Ende verwaltet und man fuhr einen, nie wirklich gefährdeten, 24:19 Auswärtssieg ein.

Nach dem Spiel äußerte sich der neue Headcouch begeistert: „Die Vorbereitung war hart, das hat man gemerkt heute. Bei dem ein oder anderen hat die Luft ein bisschen gefehlt. Das ist wahrscheinlich auf Grund der harten Vorbereitung, dass die noch ein bißchen durchhängen […].Schnubbi (Christian Schnabel, Anm. d. Redaktion) überragend im Angriff, Torhüterposition selten so gut besetzt gesehen wie heute. Ja, es war einfach ein gelungener Auftakt.“
Der über den grünen Klee gelobte Christian Schnabel vernahm die Worte des Lobes gern, doch sah das ganze wie folgt: „Das Spiel hat uns wirklich alle Kräfte abverlangt und wir sind alle sehr müde deswegen. Zu Beginn des Spiels bin ich gazellenartig über das Spielfeld gelaufen […] . Anfang der zweiten Halbzeit habe ich dann nach 1, 2 Testwürfen gegen die Wand nicht mehr ins Spiel zurückgefunden […]. Das war schön!“ Alles in allem lässt sich nach diesem ersten Spieltag der neuen III. Mannschaft festhalten, dass die Mannschaft in dieser Saison eine weiße Weste trägt, Magnus echt schnell ist und viele Tore wirft (15 ! !), Markus Hilboll echt dufte im Tor spielen kann und wir alle Carsti lieben.

Tschüssi

(Die Interviews sind echt!)


Der Pferd heißt Horst (Carsti) !

Bedrückte Stimmung. Lange Gesichter . Eine unwirkliche Stille ist bei uns in der Kabine zu spüren.
Es ist Mittwoch Abend. Es ist 19:30 Uhr. Es ist Fußballzeit. Es ist alles fast wie in jeder Woche der Vorbereitung (und Saison). Aber eben nur fast… Es fehlt etwas…  Es fehlt jemand… Was ist passiert? Das harte Business des Profigeschäftes hat die IIV. (ehemals IIII.) Mannschaft des VFL Kamen – Abteilung Leistungshandball, nach dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse voll getroffen. Das Personalkarussell fing am Ende der letzten Saison an sich zu drehen und ist mittlerweile schneller unterwegs als der Musikexpress auf der Pflaumenkirmes.  Mit der Wucht eines Kettenkarusselsitzes bei voller Fahrt schlug eine Bombe nach der anderen ein. Ein Pfad des Leidens beginnt. Headcouch van de Heyde geht in Rente. Rumms. Der Denker und Lenker ist weg. Die Mannschaft muss schlucken, wischt sich jedoch den Mund ab und macht weiter.

Pierre „is doch nich normal, ey!“ Möllenhoff geht in Rente. RUMMS. Jetzt fehlt nicht nur die Waffe auf der Bank, sondern auch eine auf dem Feld. Die Mannschaft muss schlucken, wischt sich jedoch den Mund ab und macht weiter.

Als wäre das nicht genug, geht auch schon der nächste Chinaböller D (gesprochen Schienabölla Deh) hoch. Carsten „Carsti“ Römermann wechselt nach Dortmund. Rumms. Noch 4 Gelenke weniger auf dem Feld. Die Mannschaft will sich den Mund abwischen, doch Ratlosigkeit macht sich breit.
Wie soll das weiter gehen? Müssen jetzt wirklich alle mehr spielen? Wer wird Strafenwart?
Wieso wollte Carsti gehen? Welche niederen Tricks hat der ATV angewandt, um die Seele aus dieser Mannschaft zu reißen?
War es Geld? Erpressung? Fanta? Wir wissen es nicht… (doch wissen wir schon, war nix von dem)

Wir sitzen hier und versuchen das alles zu begreifen. Es ist Mittwoch. Es ist 19:30 Uhr. Doch alles ist anders.
Ängstlich blickt Benjamin „Dr. Skalpello“ Stahl zu Markus „Silence“ Hilboll auf und fragt: „gehen noch mehr?“ „ich hoffe nicht…“ ist die leise Antwort seines stillen Sitznachbarn.
Wieder diese Stille und die Blicke wandern wieder nach unten auf den Boden. Zumindest dieser bleibt da wo er ist. Und wo er hingehört.
„Wir brauchen einen Umbruch! Wir brauchen Dreher! Wir brauchen Unterstützung ab März!“ steht Benjamin „Bodo“ Hoffmann auf einmal auf. „Lasst uns nicht verzagen! Lasst uns für Carsti stark sein! Lasst uns für Carsti pöhlen!“ 
„Ja!“ stimmt nach und nach der Rest der Truppe mit ein „JA!“ 
„Wir schaffen das!“ „Immer weiter!“ „Wo ist  mein Bier?“ „Ich liebe Carsti!“ … mehr und mehr breitet sich die Euphorie aus und so etwas wie Zuversicht entsteht.

Aber jetzt mal im Ernst: Wir wünschen euch Dreien alles Gute für die Zukunft und würden uns freuen, wenn ihr immer mal wieder auf ein Bier vorbei kommt. 
Mal ganz davon abgesehen, dass außer Carsti nicht einer von euch bis jetzt seinen Ausstand gegeben hat. Wir lieben Carsti.

Eure IIV. (ehemals IIII.) Mannschaft