Spielberichte der 2. Herren


Fehlende Durchschlagskraft

SGH Unna-Massen II – VfL Kamen II 23:15 (11:7). Gegen den ungeliebten Gegner aus Unna ging es am vergangenen Sonntag in dessen harzfreie Halle. Ohne wirkliche Optionen im Rückraum aber dafür mit der Unterstützung von Schmidt (4. Herren) und Kuropka (3. Herren) ging man nicht gerade zuversichtlich in die Partie. Die Defensive stand gewohnt gut, man kassierte nur zwei Gegentore in den ersten zehn Minuten. Im Gegenzug tat man sich jedoch im Angriff schwer. Die robust agierende Deckung der Gastgeber ließ den bunten Flickenteppich im Rückraum nicht zur Entfaltung kommen. Zur Halbzeit war das Spiel dennoch weitesgehend offen (11:7). Nach Wiederanpfiff setzte sich der Gastgeber nun jedoch deutlich ab. Technische Fehler wurden konsequent mit Gegentoren bestraft und man schaffte es einfach nicht konsequent Druck auf die gegnerische Deckung aufzubauen. Die wenigen freien Würfe wurden auch nicht immer genutzt. Dem Spielverlauf entsprechend verlor man das Spiel zurecht, wenn auch im Ergebnis unnötig deutlich.

VfL: Armonat; Schmidt (1), Nürnberg, Lenzmann (4), Eilert, J. Brand (1), Blickling (1), Nie (4), T. Brand (1), Kuropka, Filbrandt


Woran hat’s gelegen?

RSV Altenbögge-Bönen II – VfL Kamen II 22:22 (9:13). Zu ungewohnter Zeit an einem Sonntagnachmittag traf man sich zum Duell mit dem RSV aus Altenbögge-Bönen. Im Hinspiel konnte man den ersten Heimsieg der noch jungen Spielzeit einfahren. Der Gegner hatte jedoch seitdem einige Personalrochaden hinter sich gebracht und leistete von Beginn an viel Gegenwehr und ging früh in Führung. Mitte der ersten Halbzeit schafften es die VfLer jedoch das Ruder herumzureißen und sich eine erste, komfortable Führung zu erspielen und diese bis zur Halbzeit zu verteidigen (9:13). Auch im zweiten Durchgang hielt man die Zügel zunächst noch souverän in der Hand. Mit zwischenzeitlich fünf Toren Vorsprung schien die Welt eine knappe Viertelstunde vor Schluss noch in Ordnung. Das Spiel noch aus der Hand geben? Undenkbar. Darum schaltete man direkt ein paar Gänge zurück nur um versehentlich den Rückwärtsgang einzulegen und frontal gegen die Wand zu rasen. Zehn Minuten in denen Mann Bälle einfach aus der Hand fallen ließ und das Handballspielen komplett vergas sorgten für den Bruch im Spiel. Die Gastgeber nahmen die wohlwollenden Geschenke der VfLer an und drehten das Spiel, gingen eine Minute vor Schluss gar in Führung. Der Ausgleich und das schlussendliche Unentschieden fühlten sich an wie eine Niederlage. Dennoch ist die Saison noch lange nicht gelaufen. In einer Liga, in der im oberen Viertel alles geht (1 Punkt trennt Erstplatzierten und Sechstplatzierten), werden die Karten jeden Spieltag neu gemischt. Im nächsten Spiel gegen die HSG aus Soest gilt es nun Wiedergutmachung zu leisten. Forza VfL!

VfL: Armonat, T. Kissing; Keck (9/7), Nürnberg, Heunemann (2), Martinovic (7), Eilert, J. Brand, Blickling, Nie, Drees (1), T. Brand, Merten (3), Filbrandt


Derbysieg!

VfL Kamen II – TuS Westfalia Kamen 29:26 (11:14). Am vergangenen Wochenende traf man sich auf „neutralem Boden“ in der Sporthalle der Gesamtschule Kamen zum Derby mit dem TuS Westfalia Kamen. Auf beiden Seiten waren die Spieler heiß auf das Derby, die zahlreichen Zuschauer verstärkten die Atmosphäre noch zusätzlich. Die anfängliche Motivation konnte man jedoch nicht von Beginn an auf die Platte bringen. Es wirkte als würde man in Neudeutsch gesprochen „überpacen“. Übermotiviert und fahrig statt konzentriert und aufopferungsvoll gestaltete man die erste Hälfte. In den einfachsten Dingen schien der Wurm drin zu sein. Insbesondere im Angriff ließ man zu Beginn noch die Kreativität und Spritzigkeit der vergangenen Trainingseinheiten missen.
Die Halbzeitansprache (HZ 11:14) wurde folgerichtig dafür genutzt, Ruhe in die Mannschaft zu bringen und taktisch umzustellen und nicht, um mit vermeintlich motivierenden Floskeln noch mehr Unruhe zu verursachen. Mit der Umstellung auf eine offensivere 5:1 Deckung gelang es den VfLern dann, das Spiel im zweiten Durchgang rumzureißen. Aus einer sicheren Abwehr heraus konnte man viele einfache Tore erzielen. Insbesondere die Nervenstärke Kecks von 7-Meter und von Ligges im Rückraum ist in diesem Zusammenhang anzumerken. Nichtsdestotrotz blieben die Gäste kämpferisch und gestalteten das Spiel bis kurz vor Schluss spannend.
Man muss nicht immer schön spielen um zu gewinnen, was zählt ist der Derbysieg. Nebenbei konnte man durch die zeitgleiche Niederlage Heesseens mit dem Erstplatzierten in der Tabelle gleichziehen. Forza VfL!
VfL: T. Kissing, Armonat; Keck (7/6), Nürnberg, Heunemann (1), Lenzmann (1), Eilert, Martinovic (4), Blickling, Ligges (10), Nie (1), Drees, T. Brand (4) Filbrandt (1)


Erster Sieg im neuen Jahr

Lüner SV – VfL Kamen II 24:28 (12:13). Im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel ging es in die Rundsporthalle nach Lünen. Gegen den Absteiger aus der letztjährigen Bezirksligasaison wollte man direkt mit einem Sieg ins neue Jahr starten und sich in der Tabelle oben festsetzen. Die Zeichen standen gut, man trat mit gut besetztem Kader an und es durfte endlich wieder geharzt werden.
Man merkte vielen jedoch die Sportpause an und so startete das Spiel nur schleppend. Im Angriff fand man nicht immer die notwendige Durchschlagkraft und in der Defensive keinen Zugriff gegen die gegnerischen Rückraumspieler. Man schaffte es seine spielerische Überlegenheit nicht in klare Ergebnisse umzusetzen. Ein Grund dafür war, dass der Gegner konsequent jeden Ballverlust mit schnellen Gegenstößen quittierte. Nach der Halbzeit (12:13) versuchte man im Angriff mehr über ausgespielte Spielzüge zu Toren zu gelangen. Wirklich konstant klappte dies jedoch nicht gänzlich. Erst in den letzten zehn Minuten schaffte man es, durch einfache Tore und eine gefestigte Defensive einen komfortablen Vorsprung zu erspielen und über die Zeit zu retten. Obwohl viele Chancen liegengelassen wurden zeigte man sich als spielerisch stärkere Mannschaft. So ist dieses Spiel in der Kategorie „Arbeitssieg“ zu verbuchen.
VfL: T. Kissing, Armonat; Keck (4/3), Nürnberg, Lenzmann (2), Blickling, Ligges (10), Nie (2), Drees (2), T. Brand (4), Schnell (2), Filbrandt (2)


Auswärts, Anröchte, harzfrei

TuS Anröchte – VfL Kamen II 29:24 (17:10). Anröchte ist nur ein Mal im Jahr. Was wie eine hoffnungsvolle Phrase in Erwartung eines jährlich stattfindenden Handballfestes klingt, ist in Wirklichkeit nur ein Versuch, möglichst viele Spieler für die ungeliebte Auswärtsfahrt ins malerische Anröchte am nördlichen Haarstrang zu motivieren. Also machte man sich mit den einzigen acht spielfähigen Leuten die man finden konnte auf, die heimstarken Harzverweigerer zu bezwingen. Doch in Feierlaune wie am Abend zuvor auf der Weihnachtsfeier des Vereins zeigte man sich nicht. Von Beginn an zeigte sich, dass dieses Spiel nicht durch technische Finesse oder durch formschöne Torabschlüsse zu gewinnen war. Die eigene Offensive tat sich enorm schwer Tore zu erzielen auch, weil viele Spieler in Ermangelung von gelernten Rückraumspielern auf ungewohnten Positionen spielen mussten. Der Gastgeber hingegen spielte zwar nicht überragend, allerdings trafen sie dafür konstant ins Kamener Tor. Bereits zur Halbzeit lag man dementsprechend deutlich zurück (17:10). Dieses Bild setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Während die Gastgeber zuverlässig wie ein schweizer Taschenmesser Tore erzielten, haderten die VfLer mit sich selbst, dem Ball, der Halle und anderen Ausreden für die gezeigte Leistung. In den letzten zehn Minuten kämpfte man sich trotz alledem noch einmal heran und so fiel das Ergebnis im Endeffekt noch schmeichelhaft aus. Ein Lob an alle mitgefahrenen Spieler für den gezeigten Einsatz. Insbesondere im Hinblick auf die vorabendliche Weihnachtsfeier ist die Ausdauerleistung der Jungs zu loben. Im nächsten Spiel gegen den Tabellennachbarn vom Hammer SC gilt es nun, den Anschluss an die Spitzengruppe wiederherzustellen.

VfL: Armonat; Keck (11/6), Nürnberg (2), Lenzmann (8), J. Brand, Blickling (2), T. Brand (5), Filbrandt


Abwärtstrend setzt sich fort

VfL Kamen II – Eintracht Heessen 22:23 (14:10). Die Tabellensituation ließ schon vor dem Spiel gegen die, bisher stark spielenden, Aufsteiger der Eintracht aus Hamm-Heessen ein Topspiel erwarten. Angespornt von der Schmach der letzten Woche in Oberaden und vor heimischer Kulisse startete man gleich gut in die Partie. Abwehr und Torhüter standen gewohnt stabil und ließen in den ersten zehn Minuten nur ein Gegentor zu. Die Gäste spielten zunehmend wacher und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Nichtsdestotrotz behielt der VfL zur Halbzeit die Oberhand mit einem recht komfortablen Polster auf die Hammer (14:10). Die zweite Halbzeit war nun geprägt von Fehlern im Offensivspiel. Nach zehn gespielten Minuten im zweiten Durchgang standen zwei magere Torerfolge sechs Gegentreffer zu Buche. Kurz darauf konnte der Gast erstmalig in Führung gehen. Das Spiel wurde jetzt hart umkämpft bis zum Schluss. Letztendlich spielte der Gast in den entscheidenden Situationen konzentrierter und man versagte am eigenen Unvermögen, das Spiel durch einfache Tore zu drehen.

VfL: Armonat, T. Kissing; Keck (2), Nürnberg, Heunemann (1), Lenzmann, Eilert, J. Brand (1), Martinovic (8), Drees (3), T. Brand (6/3), Filbrandt (1)


Mit blauem Auge davon gekommen

SuS Oberaden III – VfL Kamen II 32:19 (15:10). Während in der heimischen Halle weiterhin die weiße Weste gewahrt wird, konnte man in Auswärtsspielen diese Saison noch nicht ganzheitlich überzeugen. Am Römerberg in Bergkamen-Oberaden bekam man es mit einer robusten Mannschaft zu tun, gegen die man sich schon letzte Saison schwer tat. Nichtsdestotrotz galt die Devise „konzentrierte Abwehr, einfache Tore“. Mit einem, vor allem in der Spielfeldmitte, dünn besetzten Kader sollte sich diese Aufgabe jedoch schwierig gestalten. Hielt man in den ersten Minuten noch mit, so wendete sich das Blatt jedoch Mitte der ersten Halbzeit gegen den VfL. Durch einen geschwächten Innenblock kamen die Gastgeber zu einfachen Toren aus dem Rückraum und vom Kreis. Gleichzeitig schafften es die VfLer nicht, aus dem Rückraum genügend Druck zu machen und eigene Torchancen zu kreieren. Gegen Ende der Halbzeit kämpfte man sich zwar noch einmal ran, allerdings ging es trotzdem mit einem recht deutlichen Rückstand in die Pause (15:10). Die aufrüttelnde Halbzeitansprache von Coach Brand und Betreuer Steffens rüttelte die Jungs scheinbar wach. Innerhalb von zehn Minuten schaffe man es, den Spielstand auszugleichen. Gerade als das Momentum zugunsten der Gäste zu kippen schien, ließen jedoch die Kräfte nach. In den folgenden zehn Minuten schaffte man es nur ein einziges Tor zu werfen. Die Gastgeber hingegen spielten unaufgeregt ihr Spiel weiter und nutzen Fehler um Fehler der VfLer aus. Der Rückstand wuchs von Minute zu Minute und der Endstand fiel entsprechend heftig aus. Durch die zeitgleiche Niederlage des direkten Konkurrenten aus Unna in Dolberg ändert sich am Tabellenstand jedoch nichts. Jetzt gilt es wieder in die Spur zu finden und die Tabellenführung souveräner als im letzten Spiel zu verteidigen.


VfL: Armonat, T. Kissing; Keck (3), Nürnberg (1), Eilert, J. Brand, Blickling (4), Ligges (5), Nie (3), T. Brand (3), Filbrandt


Wichtiger Sieg

VfL Kamen II – Eintracht Dolberg II 27:22 (14:6). Nach dem zuletzt klaren Auswärtssieg stand diesmal wieder ein Spiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten um die Meisterschaft an. Die Eintracht aus Dolberg war am Koppelteich zu Gast. Man wollte sich von Beginn an wieder auf eine starke Abwehrarbeit konzentrieren und im Angriff zu leichten Toren kommen. Das Konzept ging voll auf und so war nicht verwunderlich, dass man sich auf zwischenzeitlich acht Tore absetzen konnte. Grundlage des Erfolges war wie in den letzten Spielen eine überragende Defensive. Das Zusammenspiel von starker Deckung und gut aufgelegtem Torhüter hielt die Gegner zur Halbzeit bei gerade einmal sechs Gegentoren (14:6). Nach der Halbzeit schaltete man einen Gang runter. Die spielerischen Zeichen standen auf Ergebnisverwaltung. Die Gäste aus Dolberg nutzten jedoch knapp zehn Minuten vor Schluss die zunehmende Fahrigkeit der VfLer aus. In der Folge wurde das Spiel doch noch spannender als erwartet. Der Vorsprung musste erst auf nur noch zwei Tore abschmelzen, bevor man sich wieder fing und die Partie souverän zu Ende brachte.


VfL: Armonat, T. Kissing; Keck (4), Nürnberg, Lenzmann (2), Eilert, J. Brand (3), Blickling (1), Ligges (10), Nie (1), Drees (3), T. Brand (2), Filbrandt (1)


Arbeitssieg in Beckum

TV Beckum II – VfL Kamen II 15:23 (7:12). Es gibt schönere Dinge als sonntags in harzfreier Halle gegen Beckum zu spielen. Nichtsdestotrotz galt es zu zeigen, dass man auch ohne Harz Spiele gewinnen und die Tabellenführung behaupten kann. Magnus Kuropka brauchte nach seinem furiosen Auftritt im letzten Spiel eine Verschnaufpause und stellte sich daher als Coach zur Verfügung.

Das Spiel gestaltete sich von Beginn an, insbesondere im Angriff, zäh. Dennoch schaffte man es aus einer bombenfesten Abwehr heraus, den Gegner von Beginn an auf Schlagdistanz zu halten. Nach einer unspektakulären, wenn auch soliden ersten Hälfte ging es mit einer 5-Tore Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel entschied man das Spiel relativ schnell für sich. Der Vorsprung konnte auf zehn Tore ausgebaut werden. In der Folge schaltete man jedoch ein paar Gänge zu viel runter und ließ die Gegner durch Konter zu einfachen Toren kommen. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr, im Gegensatz zu den verbissenen Gastgebern zeigte man jedoch nur noch wenig Konsequenz und Torgefahr im Angriff. Am Ende stand ein Sieg, welcher sicherlich wenig elegant oder spektakulär erspielt wurde. Herauszuheben ist dennoch eine gute Defensivleistung um den stark aufgelegten Torhüter Armonat. Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch wie es muss. Sei’s drum, weiterhin Spitzenreiter!

VfL: Armonat, T. Kissing; Nürnberg, Eilert (4/2), J. Brand (1), Blickling (4), Ligges (4), Nie (1), Drees (2), T. Brand (5/2), Filbrandt (2)


Spitzenreiter!

VfL Kamen II – SGH Unna Massen II 24:23 (12:11). Das Spiel gegen die bis dato ungeschlagene HSG aus Unna war das erste Spitzenspiel der Saison. Als Zweitplatzierter mit einem verlorenen Spiel hatte man die Chance, mit einem Sieg an Unna vorbeizuziehen und sich, aufgrund des direkten Vergleiches, die Tabellenführung zu sichern. Schon in der Kabine machte sich die Tabellenführung als Ansporn, aber auch eine gewisse Nervosität gegen die physisch hart agierenden Unnaer, bemerkbar. Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. Hart geführte Zweikämpfe auf beiden Seiten prägten das Bild auf beiden Seiten. Insbesondere im Angriff spielte der VfL jedoch insgesamt abgeklärter, sodass man schließlich mit einem Tor Vorsprung in die Kabine ging. Die Jungs vom Koppelteich starteten gleich furios in die zweite Hälfte. Innerhalb von fünf Minuten konnte man sich durch schnelle Tore auf absetzen. Allerdings hielt dieser Vorsprung nur so lange, wie er gekommen war. Unna legte noch einmal zu und ging fünfzehn Minuten vor Schluss das erste Mal seit dem 0:1 in Führung. Es entwickelte sich eine heiß umkämpfte Schlussphase. Vierzig Sekunden vor Schluss stand es Unentschieden mit Ballbesitz für die Gäste. Diese schafften es jedoch nicht die Uhr herunterlaufen zu lassen und schlossen zu schnell und unpräzise ab. Dies nutzte der VfL um in einem letzten Kraftakt noch einen blitzschnellen Konter zu fahren. Mit dem Schlusspfiff bugsierte Routinier Magnus Kuropka den Ball aus spitzem Winkel durch die Hosenträger des Unnaer Keepers. Ein wahrer Krimi in den letzten Sekunden verhilft dem VfL zur Tabellenführung. Forza VfL!

VfL: T. Kissing, Armonat; Keck (4/1), Hohl, Lenzmann, Eilert, Martinovic (4), Blickling (1), Ligges (3), Nie (1), Drees (1), T. Brand (8), Kuropka (2), Filbrandt.


Zurück in der Spur

VfL Kamen II – ASV Hamm-Westfalen IV 21:19 (12:7). Nach der zuletzt mehr als ärgerlichen Auswärtsschlappe in Soest, wollte man zumindest Zuhause die weiße Weste bewahren. Es ging gegen die Vierte des ASV Hamm-Westfalen, ein Gegner den man als technisch sehr stark und schnell in der Umschaltbewegung kannte. Die erste Viertelstunde gestaltete sich recht ausgeglichen, die Teams schenkten sich nichts und keiner wollte dem Gegner durch eigene Fehler einfache Tore werfen. Doch in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs schafften es die VfLer das Heft, in einer von starken Defensiven geprägten Spiel, in die Hand zu nehmen. Mit einer bärenstarken und disziplinierten Leistung und fünf Toren Vorsprung ging man in die Halbzeit (12:7).

Der zweite Durchgang startete jedoch überhaupt nicht so, wie man im ersten Durchgang aufgehört hatte. Innerhalb von fünf Minuten verspielte man den erkämpften Vorsprung. Auch im weiteren Spielverlauf schienen die Gäste zunächst wacher und gingen nach einer Dreiviertelstunde sogar in Führung. Doch angetrieben von guter Stimmung auf der Bank und der Tribüne sowie einer starken Defensivleistung schaffte man das Spiel noch einmal zu kippen. Die heimischen VfLer zeigten in den entscheidenden Momenten einfach mehr Konzentration und Wille und gingen als verdienter Sieger vom Platz.

VfL: Armonat, T. Kissing, M. Kissing; Keck (1), Nürnberg (1), Heunemann, Lenzmann (3), Martinovic, J. Brand, Ligges (7/2), Nie (2), Drees (4), T. Brand (3), Filbrandt


Déjà-vu in Soest

HSG Soest – VfL Kamen II 24:17 (9:9). Wie schon in der letzten Saison ging es früh in der Saison zur HSG aus Soest. Von Beginn an war klar, dass ein Spiel ohne Harz und gegen heimstarke Soester nicht einfach werden würde. Entsprechend zäh startete der erste Durchgang. So konnte man in den ersten zehn Minuten lediglich ein Tor aus dem Spiel heraus erzielen. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnte man sich das erste Mal etwas absetzen. Den Vorsprung verspielte man jedoch leichtfertig und ging mit einem Unentschieden in die Pause (9:9).
Auch in der zweiten Hälfte tat man sich damit schwer, auch nur annähernd gefährliche Torchancen zu kreieren. Auf der anderen Seite zeigte die Heimmannschaft eine couragierte Leistung und schaffte es das Spiel weiterhin offen zu halten. Nach etwa 45 gespielten Spielminuten brach der VfL dann komplett ein. Ein offensiver Totalausfall führte zu zahlreichen Ballverlusten und fünf unbeantworteten Toren. Die Messe war zu diesem Zeitpunkt bereits gelesen. 2 Tore in den letzten 15 (!) Minuten sind ein Armutszeugnis. Entsprechend ging die Niederlage auch in der Höhe in Ordnung. Einziger Spieler in Normalform war Torhüter Kissing, welcher mit zahlreichen Paraden half das Spiel nicht schon früher zu verschenken.

Es spielten: T. Kissing, Armonat; Keck (6/5), Heunemann, Lenzmann (2), Eilert (1), J. Brand, Ligges (4), Nie (2), Drees (2), T. Brand, Filbrandt


Deutlicher Sieg im ersten Heimspiel

VfL Kamen II – RSV Altenbögge Bönen II 32:23 (14:14). Im ersten Heimspiel der noch jungen Saison hatte unsere Zweite Mannschaft die Landesliga-Reserve des RSV Altenbögge aus Bönen zu Gast in der als Ausweichspielort fungierenden Halle des HC Heeren-Werve. Die Mannschaft von Trainer Tim Brand kam gut in die Partie und konnte sich nach sieben gespielten Minuten auf 5:1 absetzen. Die Intesität der ersten Minuten konnte vom Gastgeber jedoch nicht gehalten werden, was dem Gast aus Altenbögge ermöglichte, wieder auf ein Tor Rückstand zu verkürzen und wieder im Spiel zu sein. Altenbögge machte unserer Zweiten das Spiel phasenweise schwer und kam so zum 14:14 Ausgleich, was gleichzeitig der Pausenstand war.

Im zweiten Durchgang konnte sich unsere Mannschaft nach 40 gespielten Minuten durch einen 4:0-Lauf auf 22:17 absetzen. Dieser Vorsprung konnte der RSV nicht mehr aufholen und geriet in der 50. Minute schon deutlich ins Hintertreffen (27:20). Bis zum Schlusspfiff tat unsere Zweite noch etwas für ihr Torverhältnis und erzielte einen verdienten 32:23 Heimsieg.

„Die Jungs haben das heute echt gut gemacht. So habe ich mir das vorgestellt. Einziges Manko ist unsere Meckerei heute gewesen. Das müssen wir in Zukunft wieder abstellen und uns aufs Torewerfen konzentrieren“, so der Trainer nach dem Spiel.

VfL: M. Kissing, T. Kissing – Filbrandt, T. Brand, J. Brand, Lenzmann, Keck, Ligges, Drees, Blickling, Eilert, Nürnberg


Erste Punkte „auf der Couch“ geholt

Während der Vorbereitung überzeugte unsere Zweite Mannschaft in den Testspielen. Gegen den Bezirksligisten aus Heeren, konnte man sowohl im ersten als auch zweiten Vergleich phasenweise gut mithalten und selber einige spielerische Akzente setzen. So kamen in beiden Testspielen auch die Führungen nach der ersten Halbzeit zustande. Beide Vergleiche waren geprägt von wuchtigen Angriffen und vielen Lücken in den Defensivreihen, sodass am Ende viele Tore erzielt werden konnten. „Die zwei Spiele gegen den HC Heeren waren für uns sehr wichtig“, resümiert Spielertrainer Tim Brand. „Da wir am Anfang und Ende der Vorbereitung die Spieltermine gewählt haben, wurde die Entwicklung der Mannschaften deutlich. Da habe ich im zweiten Vergleich eine deutlich verbesserte Heerener Mannschaft gesehen. Doch auch wir haben uns in der Vorbereitung gefunden und besser miteinander harmoniert. Auch im Pokalturnier gegen die Bundesliga A-Jugend des ASV Hamm haben wir nicht den Kopf verloren und haben uns nach Kräften gewehrt. Einige Spielzüge haben schon richtig gut geklappt, sodass manche Tore fein heraus gespielt wurden. Im abschließenden Duell mit der HSG Soest hat man dann die Folgen einer recht dünnen Personaldecke in der Zweiten Mannschaft gespürt. Alle waren am Ende total fertig, jedoch konnten wir die HSG Soest deutlich in ihre Schranken verweisen.“ Der Spielertrainer sieht seine Mannschaft somit gut gerüstet für die neue Saison und erhofft sich, neben den Favorisierten Mannschaften aus Dolberg, Anröchte und Hamm, oben mitspielen zu können. „Die Qualität ist definitiv da, wir müssen sie nur auf die Platte kriegen!“

Das erste Saisonspiel beim Soester TV III verlief alles andere als nach Plan, aber dennoch sehr positiv. Während sich unsere Mannschaft vor der Koppelteichhalle zur gemeinsamen Fahrt nach Soest traf, wurde das Spiel kurzerhand vom Gegner abgesagt. Somit erhält unsere Zweite Mannschaft die ersten beiden Punkte auf ihr Punktekonto und konnte sich noch einen entspannten Samstagnachmittag machen. Die bereits gekaufte Kiste wurde, wie nach einem Spiel üblich, dennoch getrunken.